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Filtermaterialien für die Abwasserbehandlung: Wichtige Auswahlkriterien für Kunden

17.03.2026

In der Abwasserbehandlung dienen Filtermaterialien (oder Trägermaterialien) im Wesentlichen als Lebensraum für Mikroorganismen. Bei der Auswahl der Filtermaterialien achten unsere Kunden nicht nur auf den Preis, sondern legen besonderen Wert auf Biofilmeffizienz, Lebensdauer und geringen Wartungsaufwand.

Hier finden Sie die häufigsten Fragen von Kunden sowie die professionellen Einblicke, die sie sich wünschen:

  1. „Wie lange dauert es, bis sich der Biofilm bildet?“

Die Antwort: Es hängt von der Wassertemperatur und der organischen Belastung ab. Typischerweise benötigt die Bildung eines aeroben Biofilms in Umgebungen zwischen 20 °C und 30 °C 7–15 Tage, während die Bildung eines anaeroben Biofilms 15–30 Tage dauern kann.

Profi-Tipp: Erwähnen Sie die hydrophile Modifizierung (Anbringen polarer Gruppen an der Oberfläche). Diese Technik beschleunigt die anfängliche mikrobielle Anhaftung deutlich.

  1. „Wie groß ist die effektive spezifische Oberfläche?“

Die Logik: Eine größere Oberfläche ermöglicht es mehr Bakterien, sich anzuheften, wodurch die Behandlungskapazität erhöht wird.

Die Antwort: Man muss zwischen theoretischer und effektiver Oberfläche unterscheiden. Wenn ein Träger schlecht konstruiert ist und sich intern zusetzt, wird dieser innere Bereich zu einer „toten Zone“ und ist für die Behandlung unbrauchbar.

  1. „Wird es verstopfen? Wie reparieren wir es?“

Für feste Medien oder RohrabsetzerVerstopfungen sind ein betrieblicher Albtraum.

Die Logik: Übermäßiges Biofilmwachstum oder hohe Schlammkonzentrationen können die Kanäle verstopfen, was zu einem „Kurzschluss“ oder sogar zum strukturellen Zusammenbruch des Filtermaterials führen kann.

Die Antwort: * Mbbr MediaDiese bewegen sich aufgrund der Belüftung ständig und nutzen Kollisionen, um überschüssigen Biofilm auf natürliche Weise abzutragen (Selbstreinigung).

Festbettmedien: Erfordern optimierte Belüftungsmuster oder regelmäßige Rückspülungen, um Schlammbildung zu verhindern.

  1. „Wie lange ist die Lebensdauer? Wird es spröde?“

Die Logik: Die Materialqualität bestimmt die Haltbarkeit.

Der Vergleich:

Recycelte Materialien: Hohe Sprödigkeit; können innerhalb von 1–2 Jahren zerbröseln, was zu Spitzenwerten der Gesamtmenge suspendierter Feststoffe (TSS) im Abwasser führt.

Reines HDPE (Polyethylen hoher Dichte): Mit UV-Stabilisatoren und Antioxidantien beträgt die Lebensdauer in der Regel über 10 Jahre.

  1. "Wie hoch ist die empfohlene Füllrate?"

Die Logik: Mehr ist nicht immer besser.

Richtlinie: * Bei MBBR-Systemen liegt der Füllgrad üblicherweise zwischen 30 % und 67 %. Ein Füllgrad über 67 % behindert die Fluidisierung (Bewegung) des Mediums und reduziert den Sauerstoffaustausch.

Bei festen Medien wird sie üblicherweise anhand des physikalischen Volumens der eingetauchten Zone berechnet.

Wenn Sie sich diese Fragen stellen, versuchen Sie, sich selbst eine zurückzufragen: „Ist Ihr Belüftungssystem leistungsstark genug für dieses Filtermaterial?“ Oft liegt eine schlechte Filterleistung nicht am Kunststoff selbst, sondern an mangelnder Durchmischung oder Sauerstoffzufuhr, was zu „toten Zonen“ oder anaerober Schlammbildung führt.